Die gerichtliche Überprüfung von Umweltvorschriften findet in Deutschland überwiegend durch Gerichtsverfahren vor den Verwaltungsgerichten statt.

Zwar gibt es auch Vorschriften im Umweltstrafrecht (§§ 324 ff. Strafgesetzbuch) und Unterlassungsansprüche im Zivilrecht, mit denen die Umwelt geschützt wird bzw. die Einhaltung von Umweltstandards von privaten Personen oder Organisationen gerügt werden kann.

Aber vor den Verwaltungsgerichten ist die staatliche Verwaltung Teil der Rechtsstreitigkeit. Dies bietet die Möglichkeit, Verstöße gegen umweltrechtliche Vorschriften und daraus resultierende Vollzugsdefizite, also die nicht gesetzmäßige Anwendung bzw. Nichtbeachtung von umweltrechtlichen Vorschriften durch staatliche Organe gerichtlich überprüfen zu lassen.

Für diesen Klageweg sind in Deutschland die anerkannten Natur- und Umweltschutzvereinigungen von besonderer Bedeutung. Denn diesen allein steht, nach dem Willen des deutschen Gesetzgebers, der Zugang zu den Verwaltungsgerichten, für die Mehrzahl der völkerrechtlich durch die so genannte Aarhus Konvention im innerstaatlichen Recht zu gewährenden Klagerechte, zu.

Unter Fragen und Antworten finden Sie einen Überblick über die verwaltungsrechtlichen Klagerechte in Umweltangelegenheiten.

Unter Klagerechte erfolgt eine vertiefende Darstellung der Thematik.

Die weiterführenden Informationen enthalten eine exemplarische Auswahl von frei verfügbaren Onlineangeboten, in denen die Klagerechte in Umweltangelegenheiten umfangreich dargestellt werden.